Die 22 Aug 2006
Sie hat gezitter, sie hat geheult, sie hat gefragt wie sie es wieder gut machen kann.
Wäre sie ein Mann gewesen, hätte ich sie erschlagen wollen, ihr Nasenpiercing
rausreißen und ihr zu fressen geben und ihr Rase-Tod-Auto in seine Einzelteile zerlegen.
Es war besser, den schon erlösten, zerstörten kleinen Körper in den Arm zu nehmen,
ihn nach hinten in den Garten zu tragen und ihn sofort in ein Grab zu betten.
Farewell Felix.
Edit 23.08.2006:
Ja, es ist passiert.
In den 14 Jahren, die ich hier wohne, ist es die siebente
überfahrene Katze.
Davon drei, die Mitglieder unserer Familie waren.
Nach dem Tod von Moritz wollten wir keine Katze mehr.
Dann schleppte sich Felix in unser Leben. Abgemagert und
zerschunden hatte er in unserer Scheune Zuflucht gesucht.
Es dauerte 6 Monate, immer gut versorgt, ehe er unser Haus betrat.
6 weitere Monate ehe er sich anfassen ließ.
Bis er uns im Herzen aufgenommen hatte, dauerte es weitere
Monate. Aber dann richtig tief.
Bis es gestern plötzlich gewaltsam ein Ende nahm.
Auf beiden Straßenseiten sind Scheunen mit lecker Mäuschen.
Die Katzen orientieren sich nach Gehör, ob ein Auto kommt.
Meist geht es gut.
Einen Schnellfahrer können sie nicht berechnen.
Der Aufprall war bei mir vor’m Haus.
Felix kam 20 Meter weiter zum Liegen. Tot.
Jetzt führt es zu nichts, nachträglich die Geschwindigkeit der
Disco - Tusse zu berechnen.
Auch die Kinder treten / laufen manchmal unkontrolliert auf die
Straße. Da quietschen dann die bremsenden Reifen.
Unsere selbst aufgestellten Schilder (30 Km/h) wurden von der
Stadt wieder entfernt.
Der Antrag im Gemeinderat, von der Fraktion > Die Grünen < eingebracht, schlummern seit Jahren in rathäuslichen Schubladen.
Bambi ist noch heute weinend in die Firma, fast ohne Schlaf.
Wenn unsere Enkel kommen wird's nochmal richtig schlimm.
Wenn Birnen und Gemüse Einlaß in meinem Blog finden, dann
ganz bestimmt auch Felix.
Der Glückliche, Der Unvergessene.
August 22nd, 2006 at 9:18 pm
Langsam wird mir das unheimlich. Felix war eine Reinkarnation von unserem “Liebling” .
Sie (auf dem alten Daimler) erlitt das gleiche Schicksal:
http://cdhd.twoday.net/stories/2190612/
Besonders schlimm für die Kinder
August 22nd, 2006 at 9:42 pm
Aufrichtiges Beileid
August 22nd, 2006 at 9:47 pm
Dank Euch beiden.
Felix war ein selbstbewußtes kleines Familienmitglied über 13 Jahre. Er fehlt schon jetzt sehr schmerzlich.
August 23rd, 2006 at 7:42 am
oh wie schlimm!
ich habe auch einen kuh-kater, der täglich die straße benutzt…
aber trotzdem, so ein freiheitsliebendes tier in der wohnung einzusperren ist auch nicht gut. ich gehe also davon aus das felix ein richtig schönes leben bei euch gehabt hat und das ist doch ein kleiner trost.
übrigens hat felix jetzt meine alten kater momo und mauzi im katzenhimmel als gesellschaft und da wird sicher ordentlich skat geklopft.
August 23rd, 2006 at 8:49 am
Meine herzliche Anteilnahme, bin aber auch überzeugt, dass Felix seinem Namen alle Ehre gemacht hat und bei euch ein glückliches Leben hatte.
Ich möchte hier auch keine Lanze für die “Raserin” brechen, schließlich kann ich die Situation nicht beurteilen. Aber gerade gestern früh ist mir so ein kleines schwarzes Wollknäuel vor das Auto gelaufen und nur durch eine beherzte, ABS-unterstützte Vollbremsung blieb es zum Glück bei einem großem Schrecken für Tier und Mensch.
August 23rd, 2006 at 9:50 am
Das ist schlimm. Ich möchte mich hier HG anschließen, dass manchmal kein böser Wille da ist. Unabhängig davon ist die Raserei auch auf unserer Straße unerträglich. Dass da mal ein Mensch (und Tier) Schaden nimmt ist nur eine Frage der Zeit. Es ist eine 30er Zone, gleichrangige Kreuzung und teilweise schlecht einzusehen und trotzdem wird gebrettert.
August 23rd, 2006 at 11:37 am
Ich war beruflich viel mit Tod und Leid konfrontiert.
Sehr, sehr schlimm war es wenn es Kinder traf.
Damals habe ich mir nur schwer vorstellen können,
daß der Tod eines Tieres einen gestandenen Mann
ähnlich hart treffen könnte.
Das erfuhr ich erst spät. Auf bittere Weise.
Ich bewundere die Fähigkeit der Generation nach mir,
solch tiefes Mitfühlen zu artikulieren.
Danke.
siehe auch Edit im Eintrag.
August 23rd, 2006 at 1:49 pm
Das tut mir so leid. Ich weiß wie weh das tut, wenn einem so ein liebgewonnener Fellträger weg genommen wird. Und dann auch noch unter solchen Umständen.
Man kann nur dankbar sein für die Zeit, die man zusammen hatte und die man ihm ein schönes Leben geschenkt hat in dieser für freilebende Tiere nicht mehr sehr schönen Welt!
August 23rd, 2006 at 2:24 pm
oje, das tut mir so leid. so ein tier ist ja ein echtes familienmitglied und daher ist es auch völlig richtig, trauer (und wut) zu zeigen.
ich hab geheult wie ein schlosshund, als mir mein kater gestorben ist.
August 23rd, 2006 at 5:44 pm
Am besten weit genug vorher eine Latte auf die Straße dübeln.
November 13th, 2006 at 4:24 pm
bei uns wurden auf diese weiße drei katzen getötet, erst Jenny sie lag auf einen parkplatz als ich mit meinem bruder mit dem bus vorbeifuhren ,wir stiegen bei der nächsten station aus und eilten zurück aber die nachbarn hatten Jenny schon entfernt, eine stunde später fanden wir sie dann auf einem kompost haufen. nur zwei wochen später fanden wir ihre schwester Jasmin mitten auf der straße es tut mir noch heute leid das ich zu ihr nur gesagt habe sie solle sich gefälligst schleichen nur weil ich nicht wollte das sie uns nachläuft, und zuletzt verloren wir unsere Lisa die drei kleine Kätzchen (Garfield, Gina und Lara) hinterlassen hat, bis heute verstehe ich nicht was diese lieben und braven tiere getan haben das ise so enden mussten Jasmin und Jenny wurden nur 2 jahre alt. Lisa 1 einhalb. wir werden sie nie vergessen