Seit Jörg Kachelmann vor drei Tagen das erste mal von dem gewaltigen
Sturm Kyrill berichtete, der sich aufmache, Deutschland heimzusuchen,
erreichen uns stündlich neue schlimmste Nachrichten.

Gehen Sie nicht aus dem Haus, fahren Sie nicht durch den Wald, parken
Sie Ihr Auto an einem geschützten Ort. Die Versicherungen kommen ab
Windstärke 8 für Schäden auf. Die Straße hinauf zum Brocken ist gesperrt.

Dazu werden uns Bilder gezeigt (12.45 Uhr) von einem verhehrenden Sturm
auf den Phillipinen vor Jahren, der Sonnenschirme vor sich her treibt.
Vom roten Cliff in Kampen berichtet ein ganz Mutiger Reporter auf N24 und
zeigt Strandwanderer beim Muschelschalenschubsen .
Das übliche Bild also.

In Bayern werden Notquartiere vorbereitet für die Aufnahme der
Sturmflutgeschädigten aus dem neu entstehenden Watt um Kassel herum.


Dazwischen eine Schreckensnachricht aus dem sturmzerzausten Wildbad Kreuth.
Bayern wird evangelisch.

Update 14.18 Uhr:
Immer noch nur Wind.
Nachricht aus Bayern, Stoiber strauchelt nach Abgabe einer
Presseerklärung.
Er stolpert quasi aus allen seinen Ämtern.


Ähh, ich werde mein Amt darlegen, weil das ja klar ist.

Update 17:20 Uhr:Fesselnd, via Indiskretion Ehrensache bundesweit
auf dem Laufenden gehalten zu werden.
Hier ist immer noch Wind, sonst nix. Außer hin und
wieder mal eine Boe die um’s Hauseck pfeift.
Pffffft pfüüüth.

Update 17:57 Uhr:
Beim Versuch Kräfte für den Deichbau zu mobilisieren,
beißen unsere Verbündeten offensichtlich auf Granit.

Oberfeldwebel Hofmann will einfach nichts begreifen.

Trotz StarkwindMonstersturmOrkanLandunterStoiberweg-Kyrill !
Naja, telefonisch sollte man das auch nicht bei einem
Unteroffiziersdienstgrad vom Stab 1 versuchen.
- gefunden beim Deichschützer njus -

Update 20:20 Uhr:
Unverändert in Warmbronn. Zweige wackeln heftig, Regen versucht sich
mal so ‘n bisschen.
Kachelmann erzählt auf der ARD von anschwellenden Bächen.
Ich mach ‘ne Brackenheimer Zweifelberg auf. Trollinger trocken.

Update 19.01., 12:00 Uhr:
Verregnete sehr windige Nacht. Ein paar Büsche sind leicht zerzauselt.
Aber sonst keine Schäden. So schlimm wie es anderswo war, ist Kyrill
wohl an unserem kleinen Dorf am Rande des östlichen Schwarzwaldes
vorbei gezogen.
Im TV wird der Beginn der Abschiedstour von Edmund Stoiber gezeigt.
Da haben wir noch lange was von.