Horst Schlämmer bloggt.
Während in Europas, nein, der Welt modernstem Bahnhof die
tonnenschweren Dekorationselemente von der Fassade bröseln,
sitze ich im ICE nach Pasewalk. Der ICE hat natürlich keinen
Speisewagen mehr, wie der in alter Zeit, in dem ich Rührei mit
Schinken und ein 5 Minuten - Pils vom Faß bekam.
Ne, jetzt schleicht ein schlecht rasierter görlitzer Minijobber mit
Teewägelchen durch die Gänge und offeriert mir gnatschige
belegte Brötchen. Brötchen in denen sich das nicht abgeschleuderte
Spülwasser des Salatblattes jeder Pore bemächtigt hat.
Wurst und Scheibe Ei : matschig.
Mit den dritten Zähnen wäre das garnicht bis zum Zäpfchen zu bringen.
Wiii - der - lich.
In meinem Ohrknopf höre ich gerade, daß der Superduper - Bahnhof
geschlossen wurde.
Wahrscheinlich troht das Dach einzustürzen wegen des Fahrtwindes
durchfahrender Vorortzüge.
Ein Alptraum. Ein Traum eben.
Ja, ein Traum wäre jetzt ein schönes Stück gebratenes Schollenfilet mit
Petersiliekartoffeln und ein Glas kühlen Weißweines.
Oder einen Klaren. Einen großen Klaren aus dem Norden.
Jau, ein Schlämmerfilet mit ‘nem Pülleken Doornkaat.
Aber noch schlafe und träume ich.
Gleich wenn ich wach bin, ja gleich geb’ ich’s mir.
Ich guck mal rein ins Grevenbroicher Tagblatt.
Da macht der Hape Horst grad’ seinen Führerschein.
Update: 24.01.2006, 11.11 Uhr.
Und da kommt mir just DIE Geschäftsidee.
Das Schlämmermenü zum Frühstück.
Einen kleinen Schnaps und ein Taschenfläschchen
Doornkaat zum Nach -/ Runterspülen.